Von Sternennächten und Badepalästen: Warum die Slowakei auf die Reiseliste gehört
-Anzeige- Abseits der bekannten Urlaubsrouten gibt es in Europa noch so viel zu entdecken. Die Slowakei zählt zu den absoluten Geheimtipps und bietet reichlich Gründe, die Koffer zu packen. Gute Flugverbindungen machen sowohl den Westen des Landes als auch den Osten mit Košice und der Hohen Tatra bequem erreichbar. Höchste Zeit für eine Reise dorthin!
Wenn die letzte Seilbahn ins Tal gefahren ist
Schon die Fahrt auf den 2.634 Meter hohen Lomnický štít in der Hohen Tatra lohnt sich. Doch wer dort übernachtet, erlebt den Berg von einer ganz anderen Seite. Sobald die letzte Seilbahn ins Tal gefahren ist, bleiben nur wenige Gäste auf dem Gipfel zurück. Zwei traditionelle Holzsuiten gehören zu den höchstgelegenen Hotelzimmern Mitteleuropas. Dazu gibt es ein exklusives Abendessen und einen Sternenhimmel, den man fernab der Lichter im Tal ganz in Ruhe genießen kann.
Bratislava: Eine Hauptstadt mit Überraschungen
Bratislavas historische Altstadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Doch auch abseits der barocken Gassen lohnt sich ein Blick nach oben. Dort wartet Architektur, die eher an einen Science-Fiction-Film erinnert. Die SNP-Brücke überspannt die Donau ohne einen einzigen Pfeiler im Flussbett. Auf ihrem 85 Meter hohen Pylon befindet sich ein Restaurant in Form einer fliegenden Untertasse. Ein Aufzug bringt Gäste in weniger als einer Minute hinauf. Zum Sonnenuntergang ist der Blick über die Stadt besonders schön. Und das UFO ist nicht das einzige Kuriosum: Das Gebäude des Slowakischen Rundfunks hat die Form einer riesigen, auf den Kopf gestellten Pyramide.
Ein Hauch Orient mitten in Europa
Ein Badehaus wie aus Tausendundeiner Nacht: Im Kurort Trenčianske Teplice steht ein Hammam, der 1888 im maurischen Stil erbaut wurde. Ursprünglich als Entwurf für die Sommerresidenz eines ägyptischen Gouverneurs gedacht, lädt er heute zwischen Marmorsäulen und kunstvollen Mosaiken zum Entspannen ein. Antikes Flair erwartet Gäste auch im Spa Aphrodite in Rajecké Teplice. Hier erinnern prachtvolle Badeanlagen an griechische und römische Paläste. Das natürliche Thermalwasser gilt als wohltuend für den Bewegungsapparat.
Ein Wohnzimmer unter Millionen Sternen
Einfach zurücklehnen und in den Sternenhimmel schauen. Im Nationalpark Muránska Planina ist das ein besonderes Erlebnis. Teile des Parks sind nahezu frei von künstlichem Licht, sodass sich die Milchstraße mit bloßem Auge erkennen lässt. Bei Nemcová und Predná Hora stehen dafür sogar eigens angefertigte „Starlight Lounges“ bereit: großzügige Holzmöbel unter freiem Himmel, die zum Beobachten der Sterne einladen. Wer mehr über den Nachthimmel erfahren möchte, kann an geführten Beobachtungsabenden mit Astronominnen und Astronomen teilnehmen.
Die Stadt, in der die Uhr anders tickt
In Banská Štiavnica lohnt sich ein Blick auf die Rathausuhr. Hier zeigt der große Zeiger die Stunden und der kleine die Minuten an. Einer Legende zufolge soll sich der Uhrmacher damit an den Stadträten gerächt haben, weil sie ihn nicht vollständig bezahlten. Doch die UNESCO-Welterbestadt, die in einem alten Vulkankrater liegt, hat noch mehr zu erzählen. 1762 gründete Maria Theresia hier eine Bergakademie, die als eine der ersten technischen Hochschulen der Welt gilt. Oberhalb der historischen Bergbaustadt erstreckt sich der barocke Kalvarienberg mit 24 sakralen Bauwerken. Der Aufstieg lohnt sich allein schon für den Blick über die Stadt.
Auf den Spuren wilder Tiere
In den Wäldern der Slowakei sind Braunbären und Wölfe noch in freier Wildbahn zu Hause. Wer ihnen auf die Spur kommen möchte, kann sich einer geführten Expedition der Ökotourismus-Organisation Lesmír anschließen. Ob sich die Tiere tatsächlich zeigen, bleibt natürlich dem Zufall überlassen. Aber schon die Spurensuche mit den Guides macht die Tour zu einem besonderen Erlebnis. Auch auf der Hochebene Veľká Lúka im Nationalpark Muránska Planina gibt es tierische Entdeckungen: Im Sommer grasen hier halbwild lebende Noriker-Pferde auf den weiten Wiesen.
Gut zu wissen: Anreise und Sicherheit
Die Slowakei ist von Deutschland aus bequem mit dem Flugzeug erreichbar. Direktflüge, etwa ab Berlin oder Dortmund, bringen Reisende in rund 90 Minuten ins Land. Von Bratislava im Westen geht es mit Bahn oder Mietwagen weiter. Für Reisen in den Osten mit der Hohen Tatra bietet sich Košice als Ausgangspunkt an. Das als sicher geltende Reiseland lässt sich auch auf eigene Faust entspannt erkunden.
Košice: Historische Gassen und gotische Baukunst
Im Osten der Slowakei wartet Košice mit einer der schönsten historischen Altstädte des Landes. Ihr Mittelpunkt ist kaum zu übersehen: Der mächtige Elisabethdom gilt als größte Kirche der Slowakei. Rund um die gotische Kathedrale erstreckt sich die größte historische Denkmalzone des Landes. Hier lohnt es sich, einfach durch die Gassen zu schlendern und das Stadtleben zu genießen. Und wer länger bleiben möchte: Košice ist auch ein guter Ausgangspunkt, um den Osten der Slowakei und die Hohe Tatra zu erkunden.
Schafskäse, Speck und eine Portion Mut
Wer die Slowakei bereist, sollte unbedingt Bryndzové Halušky probieren. Das Nationalgericht erinnert ein wenig an Käsespätzle, besteht aber aus Kartoffelnocken mit würzigem Schafskäse und knusprigem Speck. Bei TasteAtlas zählt es regelmäßig zu den bestbewerteten Käsegerichten der Welt. Auch Korbáčiky sind eine Kostprobe wert: Für diese Spezialität wird Käse von Hand zu feinen Strängen gezogen, geflochten und häufig über Buchenholz geräuchert. Wer kulinarisch etwas mutiger ist, bestellt Držková, eine würzige Kuttelsuppe, oder Huspenina, eine traditionelle Sülze, die kalt mit Essig und Zwiebeln serviert wird.
Jetzt die Slowakei entdecken
Wer eine Reise in die Slowakei plant, findet auf der offiziellen Webseite von Slovakia Travel Inspirationen für den Urlaub und hilfreiche Tipps für die Reiseplanung.