Voraussichtlich ab dem 12. Mai wird der Gletscher auf Deutschlands höchstem Berg wieder eingepackt und somit gegen Sonneneinstrahlung, Regen und Temperaturen in der warmen Jahreszeit geschützt. Für den Sommer 2008 legen die Verantwortlichen der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG bis zu 6000 Quadratmeter Planen aus. Im Vergleich zu den Vorjahren, in denen punktuell vorgegangen wurde, wird dieses Mal verstärkt flächendeckend gearbeitet, um so das Gelände in seinem natürlichen Erscheinungsbild zu erhalten.
In der Wintersaison 2007/2008 ist auf der Zugspitze viel Schnee gefallen, insbesondere auch noch mal im April. Derzeit liegen vier Meter der weißen Pracht im Skigebiet. Auf Grund der Menge konnte im Saisonverlauf ein großes Schneedepot angelegt werden, um den Gletscher zusätzlich aufzubauen. Auch nach Saisonende werden diese Arbeiten noch einmal verstärkt. Das Ergebnis bewog die Verantwortlichen, Mitte Mai weniger Planen auszulegen als in den Jahren zuvor.
Zur Unterstützung legen die Spezialisten noch bis zu 6000 Quadratmeter Planen aus. Das entspricht beinahe der Größe eines Fußballfeldes. Mitte Mai gehen damit wieder knapp 20 Helfer an die Arbeit, die Matten werden per Hand verlegt. Im Normalfall sind die Arbeiter knapp zwei Wochen damit beschäftigt, den Schutz über den ausgesuchten Gletscherabschnitt zu legen, durch Ösen miteinander zu verknüpfen und mit Holzbalken zu beschweren. Der Einsatz kann auch länger dauern, wenn das Wetter und insbesondere starker Wind auf der Zugspitze die Arbeiten immer wieder unterbrechen. Die vergangenen Jahre wurde der Gletscher punktuell abgedeckt.
Um zu verhindern, dass der Zugspitz-Gletscher an neuralgischen Stellen immer weiter schmilzt, kaufte die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG bereits 1993 die ersten Matten und LKW-Planen und legte diese aus. In der letzten Sommersaison konnten so fast 30.000 Kubikmeter Schnee auf der Zugspitze gerettet werden.