Zwar werden derzeit nur limitierte Programme angeboten, was auch der Nachfragesituation entspricht, aber für 2012 wollen die Reiseveranstalter in ähnlichem Umfang planen wie ursprünglich für 2011. Seit Anfang Mai liegt die Stornoquote für bereits gebuchte Reisen für den Zeitraum Juli bis November unter fünf Prozent.
Was die Sicherheit in Japan hinsichtlich einer erhöhten Radioaktivität angeht, kann zum aktuellen Zeitpunkt gesagt werden, dass es außerhalb der Gefahrenzone von Fukushima derzeit keine gefährliche Strahlung gibt. Die wichtigen touristischen Regionen und Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Sapporo, Kyoto, Osaka oder Fukuoka liegen zwischen 600 und 1.000 Kilometern von dem Unglücksort entfernt. Die in Tokio gemessene Radioaktivität von 0.028 – 0.079 mSv/h = Mikrosievert pro Stunde liegt unter den Werten von Berlin (0.071 – 0.083), Paris (0,03-0,09) oder New York (0.095).
Das Auswärtige Amt in Berlin hat bereits im April die Reisewarnung für Japan (außerhalb der Sperrzone um Fukushima) aufgehoben. In Tokio können alle Sehenswürdigkeit bis auf das Wissenschaftsmuseum Miraikan, das am 11.06. wieder seine Tore öffnet, und die Thunfischauktionen auf dem Tsukiji Fischmarkt besucht werden. Dies gilt natürlich auch für alle anderen touristischen Highlights und Attraktionen im ganzen Land. Die von dem Erdbeben und der Fukushima-Katastrophe betroffene Region im Nordosten der Insel Honshu liegt nicht in der Nähe der klassischen Touristenzentren.