Deutsche träumen von einer Immobilie im Lieblings-Ferienort. Die Sommersonne kann den Blick auf das Objekt der Begierde allerdings verklären und verleitet nicht selten zu voreiligen Entscheidungen. Deshalb ist es wichtig, beim Kauf einer Ferienimmobilie einen kühlen Kopf bewahren.
Neben dem Meeresblick oder dem Bergpanorama sollte der Standort der Ferienimmobilie noch mehr zu bieten haben: Ist die ärztliche Versorgung sichergestellt? Befinden sich genügend Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, damit die Immobilie auch in der Nebensaison bewohnt werden kann? Vor allem wenn die Immobilie später einmal als Erstwohnsitz, zum Beispiel für ein Leben im Alter, genutzt werden soll, ist eine gut ausgebildete Infrastruktur ein Muss.
Den baulichen Zustand der Immobilie lassen Interessenten am besten von Fachleuten unter die Lupe nehmen. Sie prüfen, ob das Häuschen am Strand die kommenden Herbststürme unbeschadet übersteht.
Beim Kauf eines Eigenheims im Ausland sind – auch innerhalb der EU – landesspezifische Bedingungen und Vorschriften zu beachten. So gilt in manchen Ländern schon eine mündliche Vereinbarung als verbindlicher Vertrag. Da ist Vorsicht geboten.
6 Tipps zum Immobilienkauf
1. Auch scheinbar einmalige Angebote müssen kritisch begutachtet werden.
2. Prüfen Sie, ob die Infrastruktur alle Bedürfnisse auch im Alltag abdeckt. Lässt sich hier wirklich all das realisieren, was Sie sich für die Zukunft wünschen? Wichtig für den potenziellen Altersruhesitz: Wie sieht es mit der medizinischen Versorgung aus?
3. Holen Sie Informationen von Nachbarn und ortsansässigen Handwerkern über das Objekt ein: Sind Aus- und Umbauten überhaupt erlaubt? Wie sieht es mit der Bausubstanz aus? Wie ist der energetische Zustand der Immobilie?
4. Berücksichtigen Sie in Ihrer Kalkulation auch die Nebenkosten. Für Gutachten, Notarkosten, Erwerbssteuern und Grundbucheintragungen sind mit bis zu 20 Prozent des Kaufpreises zu rechnen.
5. Schalten Sie für den Kaufvertrag einen Notar ein, auch in Ländern, in denen dies nicht vorgeschrieben ist.
6. Kalkulieren Sie die Unterhaltskosten möglichst detailliert. Ein Objekt, das wegen Pool und Garten ständig gepflegt werden muss, zieht höhere Folgekosten nach sich. Die Immobilie muss auch in Abwesenheit des Eigners betreut werden.