Gesetzlich Krankenversicherte, die mehr als sechs bis acht Wochen am Stück im Ausland verbringen, benötigen einen Zusatzschutz. Das trifft zum Beispiel auf diejenigen zu, die eine längere Reise planen oder die Wintermonate im Süden verbringen wollen.
Die Stiftung Warentest hat deshalb in der aktuellen September-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest die Verbraucherfreundlichkeit der Bedingungen von 19 Tarifen ohne Selbstbehalt unter die Lupe genommen: Nur vier erhielten ein „sehr gut“.
Was tun, wenn während eines längeren Auslandsaufenthalts ein Unfall mit
gesundheitlichen Folgen geschieht und schlimmstenfalls ein damit verbundener Rücktransport ansteht? Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen außerhalb Europas und in den Ländern, mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat, generell keine Leistungen. Selbst innerhalb Europas wird nicht immer alles erstattet – von einem Krankenrücktransport ganz zu schweigen.
Auch einige private Krankenversicherer schließen derartige Leistungen aus. Dabei warnt Thomas Oesterle, Pressesprecher beim ADAC: „Wir hatten 5 Prozent mehr Rücktransporte letztes Jahr im Vergleich zu 2005“. Ein Transport von Mallorca nach Hamburg beispielsweise kostet laut Aussagen des Automobilclubs zwischen 9.000 und 12.000 Euro. Rechnet man noch die Behandlungskosten hinzu, kann der Unfall oder die Erkrankung nicht nur eine
schmerzliche, sondern auch eine überaus teure Angelegenheit werden.