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In der Dominikanische Republik und auf Haiti breitet sich Cholera weiter aus

Besonders Rucksacktouristen sollten auf Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene achten

Die Dominikanische Republik und Haiti zählen zu den Ländern mit dem höchsten Risiko für Durchfallerkrankungen (Foto: fernweh.de)

In der Dominikanischen Republik und auf Haiti breitet sich Cholera weiter aus, teilt das CRM Centrum für Reisemedizin mit. Die Behörden der Dominikanischen Republik registrierten im Land seit Beginn der Epidemie Ende 2010 bis Mitte August 2012 insgesamt 26.253 Erkrankungen und 411 Todesfälle. In der Provinz Espaillat der Dominikanischen Republik haben Behörden den Notstand ausgerufen. Die Erkrankung war Ende 2010 in Folge der Erdbebenkatastrophe zunächst in Haiti aufgetreten und hatte sich auch im Nachbarland Dominikanische Republik ausgebreitet. In Haiti sind in Folge des Erdbebens im Jahr 2010 und des Hurrikans 2012 bislang mehr als 600.000 Menschen erkrankt.

„Wer in die Dominikanische Republik reist, sollte stets auf Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten, und vor dem Hintergrund der aktuellen Situation besonders sorgfältig“, rät Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. Reisende sollten kein Leitungswasser, sondern ausschließlich abgefülltes Wasser trinken. Rohe, ungeschälte Früchte, Gemüse und Salate, offene Säfte und Eiscreme, ebenso wie nicht durchgegarte Fleisch- oder Fischgerichte sollten gemieden werden. „Je nach Reiseart – etwa bei sehr einfachen Unterkünften oder auf Rucksacktouren – kann auch eine Impfung gegen Cholera sinnvoll sein“, so Jelinek. Die Impfung schützt als Nebeneffekt auch gegen verschiedene Durchfallerreger. Hierzu sollten sich Reisende von einem Reisemediziner beraten lassen.

Die Dominikanische Republik und Haiti zählen zu den Ländern mit dem höchsten Risiko für gastrointestinale Infekte, also Durchfallerkrankungen, bei Reisenden. Durchfälle gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen auf Reisen und klingen nach einigen Tagen meist von selbst ab. Cholera hingegen ist eine lebensbedrohliche Darmerkrankung, die sich vor allem bei unzureichenden sanitären Verhältnissen – etwa ohne funktionierendes Abwassersystem und Zugang zu sauberem Trinkwasser – ausbreitet. Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen nach Haiti ab.

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