Seit 125 Jahren trotzt der Leuchtturm Märket auf einer kargen Felseninsel dem stürmischen åländischen Meer. Die nur drei Hektar große Insel gehört zu gleichen Teilen Schweden und Finnland. Eine weiße Linie zieht sich über den Felsen und markiert die Landgrenze zwischen beiden Ländern. 1885 wurde hier der Leuchtturm erbaut, in dem Ålands letzter Leuchtturmwärter bis Ende der 1970er wohnte. Seitdem wird das Leuchtfeuer vollautomatisch betrieben. Freiwillige arbeiten zusammen mit der finnischen Leuchtturmgesellschaft an der Erhaltung des rotweißen Leuchtturmgebäudes. Im Sommerhalbjahr bietet der Verband Ausflüge inklusive Bootsfahrt und Führung an.
Auch der 30 Meter hohe Leuchtturm Sälskär im nordwestlichen Åland steht für Besucher offen. Im Sommer legt eine Fähre jeden Mittwochabend von Skarpnåtö Richtung Leuchtturminsel ab. Mit dabei ist der Guide Bengt Häger, aufgewachsen auf Sälskär und Sohn des letzten Leuchtturmwärters. Heute ist die Insel unbewohnt, bereits 1948 wurde der Leuchtturm automatisiert. Der Ort Skarpnåtö liegt auf einer kleinen Halbinsel im nordwestlichen Åland. Hier können Bungalows und Ferienhäuser gemietet werden.
Infos zu Åland:
Der Ostseearchipel Åland erstreckt sich mit seinen rund 6.500 Inseln zwischen Finnland und Schweden. Die rund 27.000 Bewohner sprechen Schwedisch, außenpolitisch wird Åland von Finnland verwaltet. Der schnellste Weg auf die autonome Inselgruppe führt über Stockholm oder Helsinki. Von hier aus fliegt Air Åland den Inselflugplatz Mariehamn an. Über den Seeweg verbindet ein dichtes Fährnetz die åländische Schärenwelt mit dem schwedischen und finnischen Festland.
Außenposten im Meer: Ålands Leuchttürme
Der Leuchtturm in Sälskar kann von Touristen besichtigt werden, Foto: Petri Porkola
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