Am 15. Februar 2007 beginnt in Titisee-Neustadt die fünfte Jahreszeit wieder mit dem Startschuss zur alemannischen „Fasnet“: Bis einschließlich 20. Februar machen die typischen Neustädter Fasnachtsfiguren „Gigs“ und „Gägs“ die Straßen rund um den bekannten Schwarzwaldsee unsicher. Im „Flecklehäs“, einem in bunten Farben gescheckten Kostüm, verabschieden die Narren unter dem Schlachtruf „Narri Narro“ symbolisch das alte Jahr. Die fröhliche Musik des einheimischen Spielmannszugs begleitet dabei sämtliche Veranstaltungen.
Auftakt zum närrischen Treiben bildet der „schmutzige Dunschdig“ (schmutziger Donnerstag) am 15. Februar: Nach dem närrischen Wecken und dem Narrenbaumstellen am Vormittag lädt ab 19.11 Uhr der „Hemdglunkerumzug“ zum abendlichen Streifzug durch die Stadt. Teilnehmen darf jeder, der sich mit Nachthemd, Zipfelmütze und rotem Halstuch verkleidet hat. Das nächtliche Spektakel für Groß und Klein endet mit dem „Hemdglunkerball“, einem fröhlichen Umtrunk im Neustädter Hof.
Kultur und Kulinarik stehen am Freitag, dem 16. Februar, im Vordergrund. Unter dem Motto „Schnurrerfasnet“ unterhalten seit 2003 rund 50 in „Häs“ und Maske verkleidete Gruppen Gäste in den örtlichen Kneipen und Restaurants mit Laientheater, Gedichten und Musik. Wer einen „Schnurrer-Pass“ ergattert und sich seinen Besuch in den teilnehmenden Lokalen per Stempel bestätigen lässt, nimmt automatisch an der Verlosung von attraktiven Gewinnen teil. Auch das schönste „Schnurrer“-Kostüm wird 2007 wie immer prämiert.
Beim sogenannten „Kappenabend“ am 17. Februar belustigen sich die Vereine ab 20 Uhr im Neustädter Hof mit Büttenreden über die kommunale Politik. Am „Fasnets-Mändig“ (Rosenmontag) wird nach dem „Fasnetmärkt“ und dem großen Umzug um 14.11 Uhr noch einmal bis spät in die Nacht hinein „geschnurrt“.
Mit der „Fasnetsverbrennung“, bei der um Mitternacht eine Puppe im Flecklehäs auf einem großen Scheiterhaufen angezündet wird, geht die alemannische Fasnet am 20. Februar 2007 zu Ende.