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Zypern: Auf den Spuren 10.000-jähriger Geschichte

Unzählige Zeugnisse vergangener Kulturen finden sich auf Zypern

Zahlreiche Monumente wie beispielsweise Scheunendachkirchen sind als UNESCO Weltkulturerbe ausgewiesen

Byzantinische Kirchen im Troodos-Gebirge, die antiken Stätten in Pafos sowie die neolithische Siedlung in Choirokoitia sind von UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden.Die byzantinische Route im Troodos-Gebirge führt kulturinteressierte Urlauber zu den von der UNESCO im Jahr 1985 als Weltkulturerbe ausgewiesenen byzantinischen und post-byzantinischen Scheuendachkirchen. Die zehn Heiligtümer aus dem 11. bis 17. Jahrhundert beeindrucken durch ihre Fresken sowie ihre besondere Architektur mit ziegelgedeckten Satteldächern zum Schutz gegen Schnee und Regen.

In der benachbarten Region Soleas können Urlauber die bekannten Heiligtümer Panagia tis Asinou (Panagia Forviótissa) und Nikolaos tis Stegis besichtigen, deren mittelbyzantinischen Fresken ungewöhnliche Szenen aus dem Leben Jesu zeigen. Im Marathasa-Tal steht das Kloster des Heiligen Ioannis Lampadistis mit einer Ikonensammlung, die unter anderem die Wappentiere der Lusignans und der Byzantiner – Löwe und Adler – abbildet.

Pafos, Hauptstadt Zyperns im Altertum, einschließlich dem 15 Kilometer entfernt liegenden Palaia Pafos (Alt-Pafos), gilt als Zentrum für die Verehrung der Göttin Aphrodite und als wichtige Pilgerstätte. Während eines Spazierganges durch die Unterstadt Kato Pafos, die viele antike Schätze enthält, können Besucher im Archäologischen Park in ehemaligen römischen Stadtvillen Bodenmosaike aus dem dritten Jahrhundert nach Christus sehen, die Szenen aus der griechischen Mythologie zeigen. Ebenfalls unter dem Schutz der UNESCO stehen die Kirche Panagia Chrysopolítissa mit der dort befindlichen Säule des Apostel Paulus sowie die monumentalen Königsgräber mit ihren dorischen Säulenumgängen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, in denen wohlhabende Bürger bestattet worden sind.

Östlich von Pafos liegt das heutige Kouklia mit den Überresten des Aphrodite-Tempels aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. Ein Besuch der archäologischen Ausgrabungsstätte veranschaulicht Besuchern die Lebensweise der Menschen auf der Insel vor 9.000 Jahren und die elementare Bedeutung, die Zypern für die Ausbreitung der neolithischen Zivilisation vom östlichen Mittelmeerraum nach Westen vom siebten bis vierten Jahrhundert vor Christus innehatte. Die damalige Bauart lässt sich anhand von fünf in der Nähe der historischen Siedlung aus Flusssteinen und getrockneten Lehmziegeln errichteten Wohnhäusern nachvollziehen.

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