Im Herbst ist Irati (baskisch: Farnwald) nahe der Grenze zu Frankreich eine besondere Augenweide: Dieser mit rund 17.000 Hektar große Buchen- und Nadelwald ist der zweitgrößte und am besten erhaltene seiner Art in Europa (nach dem Schwarzwald). Das Gebiet liegt zwischen den Pyrenäentälern Aezkoa und Salazar und besteht aus drei Naturschutzgebieten: Mendilatz, Tristuibartea und dem Naturreservat Lizardoia. An seinem höchsten Punkt ist das Gebiet über 1.537 Meter hoch. Irati ist noch sehr unberührt und besteht fast vollständig aus alten Wäldern, in den höheren Lagen findet man Waldwiesen und Bergweiden.
In der Landschaft kommen Naturfreunde auf ihren Wanderungen im Wald, am Fluß Irati oder um den Stausee Irabia voll auf Ihre Kosten. Es gibt zwei Gebiete, die offen für Besucher sind: Arrazola im Westen von Irati erreicht man über den Ort Orbaizeta, und zentral gelegenen Vírgen de las Nieves, wohin man über den Ort Ochagavia im Südwesten des Waldes gelangt. Für Reiter und Moutainbiker gibt es ebenfalls zahlreiche Routen.
In diesem Herbst laden einige Events ein, die Region zu besuchen:
18. September: Die “Sanmiguelada” in den Bardenas Reales
Bereits seit dem Mittelalter treiben Hirten ihre Schafsherden immer am dritten Wochenende im September von den Weiden bei Roncal und Salazar in den Pyrenäen nach Süden in die Bardenas Reales. Dieses Spektakel zieht jedes Jahr viele Besucher an. Es geht einher mit Weinproben, es gibt Txistorra (eine besonders herzhafte Wurst) und Migas (das traditionelle Hirtenessen) sowie Musik.
18. September: Tag der Migas in Ujué
Gar nicht weit von den Bardenas in Ujué gibt es seit ein paar Jahren für den, der keine Schafe mag, die Fiesta de las Migas. Das kleine Städtchen Ujué ist auch sonst sehr sehenswert, es liegt auf einem Hügel inmitten von grüner Landschaft und ist durchzogen von kleinen Gässchen bis hin zur Wehrkirche Santa María. Migas sind eine Arme-Leute-Essen: trockenes Brot wird in Fett, Salz und Knoblauch in der Pfanne gebraten bis es kleine lockere und sehr schmackhafte Krümel sind. Ujué es bekannt für seine Migas und seine gebrannten Mandeln.
29. September: Paloteado de Cortes ganz im Süden Navarras
Seit Beginn des 19. Jahrhundert gibt es diesen besonderen Stocktanz in Cortes, ursprünglich tanzten ihn nur die Männer. Sie nahmen dabei unterschiedliche Rollen an wie etwa den Teufel, den Aufseher oder den Engel. Der Tanz bringt den Sieg des Heiligen Miguel über den Teufel zum Ausdruck und findet daher auch an dessen Namenstag statt. Nachmittags wird diese Geschichte noch einmal in Theaterform nachgespielt. Dabei werden außerdem lustige Vorkommnisse der Stadt aus dem vergangenen Jahr zum Besten gegeben.
8. bis 16. Oktober: La Semana de la Cazuelica y el vino in Pamplona
Quasi als Gegenstück zur Woche der Pinchos (Tapas) im März findet im Herbst zum 10. Mal die Woche der Cazuelica y el vino statt. Auch hier gibt es kleine Gerichte serviert in Tonschüsseln zu einem festen, günstigen Preis in verschiedenen teilnehmenden Bars und Restaurants. Der Schwerpunkt liegt auf der regionalen Küche und den ausgezeichneten lokalen Weinen.
Urlaub in Spaniens Wäldern
Spanien lebt Folklore und Tradition (Foto: zurismo.navarra)
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