Es gibt zahllose Osterbräuche in den Kulturen weltweit. Aber nur ein Osterfestival ist von der Unesco in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden: dabei handelt es sich um die alten Volkstraditionen der Paloczen im nordungarischen Bergdorf Hollókö in der Provinz Nógrád.
2012 findet das Festival vom 8. bis 9. April statt. Besucher können zuschauen, wie Eier bemalt werden und wie Krüge, Vasen und Geschirr auf der Töpferscheibe entstehen. Im Webhaus werden noch heute Textilien hergestellt. Und die Bevölkerung trägt von Karfreitag bis Ostermontag die Trachten der Region. Das Dorfmuseum zeigt die Einrichtung der Häuser sowie Schmuck und Gebrauchsgegenstände.
Auch die Altstadt von Hollókö ist von der Unesco geschützt. Sie brannte 1905 ab und wurde originalgetreu wieder aufgebaut. Die Ruinen der Burg Rabenstein (holló: Rabe, kö: Stein) aus dem 13. Jahrhundert wurden ebenfalls restauriert. Von der mittelalterlichen Burg, die auf dem 362 Meter hohen Berg Szár errichtet wurde, hat man einen weiten Blick auf den Nationalpark Bükk und Hollókö.
Hollókö liegt anderthalb Autostunden von Budapest entfernt. Das Dorf hat ca. 400 Einwohner. In einigen der alten Gebäude, die nach dem Feuer wieder aufgebaut wurden, finden Urlauber Übernachtungsmöglichkeiten.