Das Landsmót ist die Nationalschau der Islandpferde und die größte sportliche Veranstaltung, die auf der Nordatlantikinsel ausgerichtet wird. Auf dem Programm stehen verschiedene Turnierdisziplinen rund um Zucht, Gang und Rennen. Beim traditionellen Gædingakeppni werden die verschiedenen Gangarten gezeigt, so wie der für Islandpferde typische Tölt. Das Elite-Reitpferd wird mit dem Prädikat „Gædingur“ ausgezeichnet, frei übersetzt heißt das charakterlich einwandfrei und stets leistungsbereit.
Das Landsmót fand zum ersten Mal im Jahr 1950 mit insgesamt 133 Pferden in Thingvellir in Südisland und darauf folgend alle vier Jahre statt. 1995 hat der isländische Zuchtverband der Islandpferde beschlossen, die Veranstaltung alle zwei Jahre auszurichten – abwechselnd im Norden und Süden des Landes.
Im Sommer 2012 wird das Turnier vom 25. Juni bis 1. Juli auf dem Gelände des Vereins Fákur in Vididalur Reykjavík ausgetragen. Es werden bis zu 18.000 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Insgesamt werden 1000 Pferde zu sehen sein.
Island ist der zweitgrößte Inselstaat Europas und die größte Vulkaninsel der Welt. Mit einer Bevölkerungszahl von 320.000 und einer Fläche von 103.000 Quadratkilometern ist die Insel das am dünnsten besiedelte Land Europas. Die Lebenserwartung liegt mit 81,3 Jahren bei Frauen und 79,4 Jahren bei Männern an der Weltspitze.