Während sich die Kinder hierzulande noch ein wenig gedulden müssen, starten die Niederlande am Samstag, den 14. November bereits in die Weihnachtszeit: Gespannt erwarten die holländischen Kleinen an diesem Tag die Ankunft des Nikolaus, auf Holländisch: Sinterklaas. Sie glauben, dass er jedes Jahr mit einem Dampfboot aus dem fernen Spanien anreist, um Kinder zu beschenken.
Sinterklaas ist generell früher dran als sein deutscher Kollege: Der eigentliche Nikolaus-Tag findet nicht wie in Deutschland am 6., sondern am Abend des 5. Dezembers statt. In diesem Jahr landet Sinterklaas mit seinem Schiff in Schiedam in der Provinz Zuid-Holland. Anschließend reist er bis zum 5. Dezember durch das ganze Land. Mit der Landung von Sinterklaas wird traditionell die Weihnachtssaison in den Niederlanden eröffnet. Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte, fantasievolle Festivals, beleuchtete Städte und adventliche Ausstellungen locken Besucher aller Altersklassen an.
Besonders spektakulär ist die Parade, die zu Ehren von Sinterklaas durch Amsterdam zieht. Am Sonntag, den 15. November, werden neben Sinterklaas rund 600 „Schwarze Peter“ erwartet, die in prächtigen Wagen durch Amsterdam fahren und 4000 Kilogramm Gebäck an die 300.000 erwarteten Kinder am Straßenrand verteilen. Die Fahrt führt ab 10.30 Uhr vom Fluss Amstel zum Schifffahrtmuseum.
Unter dem Namen „Winter Parade“ verbirgt sich die Winterausgabe des berühmten niederländischen Theaterfestivals „De Parade“. Im Industriemonument Westergasfabriek schlagen die Künstler, Schauspieler und Musiker vom 20. bis 30. Dezember ihre Zelte auf. Die Besucher erwartet ein buntes Programm – von Pianisten über Puppentheater bis zu Stuntmännern. Nach den Vorstellungen finden in den zahlreichen Cafés der Westergasfabriek Partys statt.
Wem das noch nicht bunt genug ist, der sollte sich „Pink Christmas“ nicht entgehen lassen. Vom 17. bis 27. Dezember verwandelt sich die Reguliersdwarsstraat in das Zentrum der Schwulengemeinde Amsterdams: Das Programm beinhaltet unter anderem Filmvorführungen, Modenschauen und eine „Drag Winter Olympiade“. Auf dem „pinken“ Weihnachtsmarkt lassen sich anschließend Geschenke der extravaganten Art erstehen.