Die „Silvesternacht“, die so genannte „nit de cap d'any“ oder „nochevieja“ ist vollgepackt mit Traditionen, in denen vor allem rote Unterwäsche, Ringe und Weintrauben eine Rolle spielen. In fast allen Städten des Landes Valencia gibt es am Abend des 30. oder 31. Dezembers den traditionellen Silvesterlauf, bei dem die Teilnehmer in Castellon beispielsweise von der Plaza de Tetuan ca. 4,2 Kilometer quer durch die Innenstadt Castellons bis zur Plaza Mayor laufen.
Seit vielen Jahren ist es Brauch, sich kurz vor Mitternacht auf großen Plätzen, in Stadtzentren oder vor Gebäuden wie Rathäusern, Kathedralen oder Stiftskirchen zu versammeln. Um Mitternacht essen die die Menschen bei jedem Glockenschlag eine der jeweils zwölf mitgebrachten „Glückstrauben“, um auf diese Weise das alte Jahr zu verabschieden und ein neues Jahr willkommen zu heißen.
Danach wünschen sich die Menschen „feliç Any Nou“ oder ein „Feliz Año Nuevo“ und prosten sich mit Sekt zu. Aber nicht, ohne vorher einen goldenen Ring ins Glas zu werfen, denn auch dieser Brauch bringt Glück. Anschließend füllen sich die Bars der Städte und es wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Glück in der Liebe bringt vor allem ein Brauch, den auch die valenzianischen Männer und Frauen pflegen: Es ist Tradition, in der Silvesternacht rote Dessous zu tragen. Diese müssen neu und geschenkt sein.