Das Jahr 2015 stellte einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte des Mont-Saint-Michel dar. Das 20 Jahre andauernde Renaturierungsprojekt wurde abgeschlossen, die drohende Verlandung des Weltkulturerbes abgewendet. Nach über 130 Jahren wird der Klosterberg wieder zur Insel.
Besucher können die besondere Atmosphäre am Mont-Saint-Michel jetzt ohne störenden Verkehr erleben. Shuttle-Busse bringen sie von den 2,5 km entfernt gelegenen Parkplätzen bis auf 400 Meter an den Klosterberg heran, der restliche Weg wird zu Fuß zurückgelegt.
Im Jahr 2016 wird der Mont-Saint-Michel mehrmals zur Insel. Das passiert immer dann wenn der Gezeitenkoeffizient über einem Wert von 110 liegt und die Flut den Klosterberg gänzlich umspült. Dies ist an insgesamt 20 Tagen im Frühjahr und Herbst 2016 der Fall.
Am besten kann dieses Naturphänomen von den Terrassen der Abtei oder aber von den Befestigungsanlagen des Mont-Saint-Michel aus, von den Küsten der Bucht oder aber von der Brücke aus, die den Klosterberg mit dem Festland verbindet, erlebt werden.
Ein besonderer Tipp ist eine Wattwanderung zum Mont-Saint-Michel. In etwa drei Stunden kann man auf dem Weg zum „Wunder des Westens“ die Artenvielfalt der normannischen Küste erleben. Bei der Ankunft am Klosterberg kann dann die Flut beobachtet werden, die der Legende nach „wie ein Pferd im Galopp“ in der
Bucht ankommt.
Hohe Fluten am Mont-Saint-Michel im Jahr 2016
An folgenden Tagen wird der Mont-Saint-Michel von Wasser umspült:
- 10./11. März, 12. März (morgens)
- 7. April (abends), 8./9. April, 10. April (morgens)
- 7./8. Mai
- 17. September (abends), 18./19. September
- 16. Oktober (abends), 17./18. Oktober, 19. Oktober (morgens)
- 14. November (abends), 15/16. November, 17. November (morgens)