Eigentlich ist es ein religiöses Fest, doch in Panama haben die Feierlichkeiten zu Fronleichnam folkloristischen Charakter und vereinen traditionelle Prozessionen
mit lokalen Tänzen und Bräuchen.
Tierkostüme, Teufelsmasken und Blumenmeere säumen im Juni die Straßen von Villa de Los Santos, der „Stadt der Heiligen“, auf der panamaischen Halbinsel Azuero. Bereits in den frühen Morgenstunden kommen Freiwillige zusammen, um mit den Vorbereitungen für die Blumenteppiche zu beginnen, entlang derer die Prozessionen stattfinden.
Mit traditionellen Rhythmen finden die Feierlichkeiten zu „Corpus Christi“, wie es in Panama genannt wird, ihren Anfang. Mehr als einhundert Schauspieler, Musiker und Tänzer bahnen sich ihren Weg durch die Straßen der Stadt.
Hauptschauplatz ist die Plaza Simón Bolivar im Zentrum von Los Santos, die von der Kirche San Atanasio dominiert wird. Hier findet auch der so genannte Tanz der Teufel statt, der den Kampf zwischen Gut und Böse symbolisiert und seinen Ursprung in Spanien hat.
Um Panamas kulturelle Traditionen und folkloristische Feste vor Ort miterleben zu können, ermöglicht ein eingeführter Touristentag, der dieses Jahr am 15. Juni durchgeführt wird, die zweiwöchigen Feierlichkeiten innerhalb eines Tages in komprimierter Version zu erleben.
Die Halbinsel Azuero an der zentralen Pazifikküste besteht aus den Provinzen Los Santos und Herrera. Jährlich finden hier über 500 Festivals statt. Vor allem die Stadt Villa de los Santos ist berühmt für ihren Karneval und das Fronleichnamfest. Heute gilt sie als einer der Orte, in dem die Erhaltung der einheimischen traditionellen Elemente von höchster Bedeutung ist. 1821 ertönte hier „der Schrei von Los Santos“, der die Revolution einläutete und in
der Unabhängigkeit von den spanischen Eroberern gipfelte.
In Panama ist der Teufel los
An Fronleichnam herrscht buntes Treiben in Panama (Foto: Alfredo Maiquez)
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