Samhain heißt das keltische Spukfestival auch, das nirgendwo so exzentrisch gefeiert wird wie in Irland, der grünen Insel. Außer natürlich in Amerika, wohin die ausgewanderten Iren den alten Brauch mitnahmen. Aufgekommen ist er aber in der Grafschaft Meath. Und zwar auf dem Berg Tlachtga, der vor dem Städtchen Athboy liegt.
Am Tag von Samhain (vom 31. Oktober auf den 1. November) soll es nach keltischem Glauben den Geistern der Toten möglich gewesen sein, mit den Lebenden Kontakt aufzunehmen. Aber auch, dass die Seelen der Toten sich neue "Körper" suchen würden. Dies ist bis heute der Grund für die grimmigen Verkleidungen und die ausgehöhlten Kürbisse mit Fratzen, um die umher wandernden Seelen zu erschrecken.
Von solchem Ernst ist bei den heutigen Samhain-Partys nichts mehr übrig. Halloween ist ein großer, bunter, völlig ausgelassener nationaler Umtrieb. Besonders in Meath laden Hotels, Restaurants und Nachtclubs vom Halloween-Wein-Event bis zu Kostümpartys für die größten Freaks unter den Geistern. In Schminkstudios und Künstlerateliers kann man sich schon die ganze Woche zuvor auf seinen Auftritt als Gruselgestalt vorbereiten. Und alle Musikveranstaltungen, Lesungen, Kinderfeste münden in die eine Nacht, in der der Spuk ausbricht. Dann gehen in Meath auch kurzzeitig die Lichter aus und Fackelzüge illuminieren den Berg Tlachtga. Dieser Lichterzauber hat sich aus der keltischen Überlieferung bis heute erhalten.
Halloween: Verrückt nach Spuk und Grusel in Irland
Ausgehöhlte Kürbisse mit Fratzen sollen die umher wandernden Seelen erschrecken: Halloween im irischen Meath<br>© Hannelore Dittmar-Ilgen/pixelio
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