Die Volontäre lernen bei ihrem Aufenthalt das Land, seine Kultur und Menschen auf eine ganz individuelle und spannende Art kennen. Neben ihrem persönlichen Ecuadorabenteuer leisten sie zudem einen wertvollen Beitrag zu einem nachhaltigen Tourismus.
Ob Arbeit in Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern, in Bioreservaten auf der Bananenplantage, im tropischen Feuchtwald oder bei Tierschutzprogrammen auf den Galápagos-Inseln - die Vielfalt der Projekte und der intensive Kontakt zu den Ecuadorianern macht den Kulturaustausch in dem kleinen Andenland zu einem Reiseerlebnis.
Für die Teilnahme an einem Volontärsprogramm werden unterschiedliche hohe Anforderungen an Sprachkenntnissen gesetzt. Jedoch sind an die Projekte, die einem Monat oder länger dauern, häufig Spanischkurse in der Hauptstadt Quito gekoppelt. Das Lernen der Sprache hilft, die Anforderungen der ehrenamtlichen Tätigkeit leichter zu bewältigen und sich sicher im Land bewegen zu können. Die Sprachfähigkeiten können gleich mit der ecuadorianischen Familie, bei der die Volontäre wohnen, erprobt und gefestigt werden. Wer aber mehr Privatsphäre vorzieht, dem bieten diverse Veranstalter von Volontärprojekten Unterkünfte in Hostels oder Appartements.
Ein Beispiel für die Freiwilligenprogramme ist die Wiederaufforstung im Waldschutzgebiet Rio Guajalito am Fuße des Atacaso Vulkans. In einem der vielfältigsten Gebiete endemischer Arten in der Pflanzen- und Tierwelt bedingte der Bau von Öl-Pipelines eine massenhafte Abholzung der Wälder. Das Projekt hat sich den Erhalt des Reservates durch Aufforstung, Neubau von Wanderwegen sowie die Konzeptentwicklung des Ökotourismus zum Ziel gesetzt.
Ecuador-Begeisterte können ebenso bei einer Wildtierauffangstation im Dschungel mitarbeiten oder in der Gemeinde Quilotoa bei einer Bildungsinitiative im Schulunterricht mitwirken. Im Schulprojekt lehren die Volontäre den Kindern Basisenglisch, gestalten den Sportunterricht oder leiten Kurse über Kochen und gesundes Essen.
Der Preis für ein Volontärprogramm variiert je nach Leistungen für persönliche Betreuung, Unterkunft, Transfers und Sprachkurs von 200 Euro bis 1.500 Euro pro Monat.
Die Freiwilligenarbeit ist dank der Lage Ecuadors am Äquator zu jeder Jahreszeit möglich. Im Winter ist das Angebot jedoch eingeschränkt, da einige Einrichtungen zu dieser Jahreszeit schließen.