Neben Budapest zählt die eher unbekannte Stadt Pécs sicherlich zu den schönsten Städten Ungarns. Verdient hat sie dieses Prädikat für ihre Lage im Mecsek-Gebirge, das milde Klima und wegen der vielen Baudenkmäler und zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Schon im Hoch- und Spätmittelalter war Pécs kulturelles Zentrum des Landes. Denn Fünfkirchen – wie Pécs auf Deutsch heißt – beeindruckt mit einem der acht UNESCO-Welterben Ungarns: den Frühchristlichen Grabkammern. Bereits im vierten Jahrhundert, als Pécs noch Provinzsitz des Römischen Reiches war, wurden auf dem Friedhof der Stadt eine Reihe reich verzierter Grabkammern errichtet. Teils war deren Existenz schon im 18. Jahrhundert bekannt, teils wurden sie erst im 20. Jahrhundert bei Bauarbeiten entdeckt. Insgesamt fanden Archäologen über 100 Grabstätten. Auch sie sind nun Bestandteil des Kulturhauptstadtkonzepts.
Das Motto der Kulturhauptstadt ist „Die grenzenlose Stadt“, denn das Ziel ist es, Europa die vielfältige Kultur vor allem im südlichen Grenzgebiet Ungarns näher zu bringen. Daher werden über 30 Partnerstädte in Südtransdanubien sowie die internationale Kulturregion, zu der auch Triest, Maribor, Tuzla oder Novi Sad gehören, ins Programm mit einbezogen. Pécs möchte sich als eine lebendige Stadt mittlerer Größe präsentieren, die ein 2.000-jähriges Kulturerbe einerseits, andererseits eine Stätte kultureller Erneuerung ist.
Wer sich schon jetzt ein wenig in das Angebot der facettenreichen Stadt einlesen möchte, kann die passende Broschüre „Pécs 2010 – Kulturhauptstadt Europas“ via <link http: www.ungarn-tourismus.de>www.ungarn-tourismus.de in einem der drei deutschen Büros des Ungarischen Tourismusamtes bestellen.
Mehr zur Pécs unter <link http: www.pecs.hu>www.pecs.hu auch in deutscher Sprache, mehr zum Kulturhauptstadtprogramm unter <link http: www.pecs2010.hu>www.pecs2010.hu in englischer Sprache.