Im Rahmen von Wasserqualitäts-Tests an Stränden der deutschen Ost und Nordseeküste wurden Ende August Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt.
Die auffälligen Wasserproben wurden in Spiel- und Badebereichen der überprüften Strände entnommen. Dabei zeigten sich an Ständen in Kühlungsborn an der Ostsee und im ostfriesischen Krummhörn starke Verunreinigungen des Badewassers mit Escherichia coli Bakterien und intestinalen Enterokokken. Die Werte der E. coli Bakterien lagen an beiden Messstellen gerade noch im oder sogar über dem überhaupt messbaren Bereich. Der Grenzwert liegt bei 1800 MPN je 100 ml, in Kühlungsborn wurden 4564 MPN/100 ml gemessen, in Krummhören lag der Wert sogar oberhalb von 4564 MPN /100 ml und damit über der messbaren Anzahl von Erregern. Im messbaren Bereich blieben die Werte für intestinale Enterokokken mit dem Grenzwert 700 MPN/100 ml. In Kühlungsborn lag der Wert bei 851 MPN, in Krummhörn sogar bei 2618 MPN/100 ml.
Besonders anfällig für Infektionen sind dabei Kinder und ältere Menschen sowie krankheitsbedingt geschwächte Personen. Laut WHO lassen sich jährlich zwei Millionen Magen-Darm-Erkrankungen in Europa auf verunreinigte Badegewässer zurückführen. Ein Gesundheitsrisiko besteht, wenn Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien über Fäkalien aus Abwässern oder langwirtschaftlichen Eintrag ins Badegewässer gelangen. Die Gefahr im offenen Meer ist dabei geringer, wie auch die jüngsten Ergebnisse des EU-Berichts zur Badegewässerqualität zeigen. Viel mehr sind die gefährdeten Stellen in Spiel- und Badebereichen unmittelbar am Strand wo sich Kinder oft aufhalten sowie an Bächen, Buhnen oder Einleitungen.
Detaillierte Ergebnisse und weitere Informationen zur Sauberkeit an Stränden und Gewässern unter <link http: www.adac.de reiseservice>www.adac.de/Reiseservice.