Die Gefahr einer Ansteckung mit der Neuen Grippe (auch als Schweinegrippe bezeichnet) ist beim Aufenthalt in Urlaubsländern nicht höher oder anders zu bewerten als in Deutschland. Dies sind übereinstimmende Einschätzungen medizinischer Einrichtungen, wie etwa dem Centrum für Reisemedizin (CRM) und der Weltgesundheitsorganisation WHO.
Die Neue Grippe sei schon seit längerem nicht mehr auf ein einziges Land beschränkt. Es handelt sich vielmehr um ein globales Phänomen, da eine Ansteckung überall auf der Welt möglich ist, betont Klaus Laepple, Präsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät daher derzeit auch nicht von Reisen ab. Eine Reisebeschränkung hätte, so die WHO, nur einen geringen Effekt auf die Weiterverbreitung des Grippevirus. Die weltweite Ausbreitung wäre dadurch nicht zu stoppen.
Wichtig ist es jedoch, überall die allgemeinen Regeln der Hygiene zu beachten. Sowohl die WHO als auch das deutsche Robert Koch-Institut informiert daher, wie Reisende sich und andere durch einfache Vorsichtsmaßnahmen vor solchen Ansteckungen schützen können. Reisende sollten beispielsweise darauf achten, sich regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife zu waschen, engen Kontakt mit Kranken sowie Menschenansammlungen zu meiden und „hygienisch“ in den Ärmel zu husten, um die Hände nicht zu kontaminieren.