Beim Almabtrieb im Tannheimer Tal laufen Kühe und Jungvieh mit viel Glockengebimmel und kunstvoll geschmückt von ihren Almwiesen hinab ins Tal. Dort werden sie dann in den Ställen überwintern. Einheimische und Gäste erleben die bäuerlichen Festtage mit volkstümlicher Musik und Tanz.
Der Almabtrieb in Tannheim ist ein kulturelles Ereignis, bei dem Brauchtum und Spaß miteinander verbunden sind. 700 Kühe und Jungtiere überwinden bis zu 1.000 Höhenmeter auf ihrer Wanderung von den umliegenden Alpen zurück ins Tal. Manche benötigen dafür drei Tage. Am Mittwoch, 21. September laufen die Tiere in Tannheim ein und das wird mit Zuschauern aus nah und fern, volkstümlicher musikalischer Umrahmung und Tanz bis tief in die Nacht gefeiert. Ein Höhepunkt der bunten Prozession ist die Ehrung der Älpler und die Übergabe der Kühe an ihre Bauern.
„Aufgekranzt“, also farbenprächtig geschmückt, werden die "kuhlen" Models, wenn Mensch und Tier den Bergsommer gesund überstanden haben. Die Hirten mit ihren Familien und Freunden stylen die Tiere vor dem Abtrieb aufwändig mit Kränzen aus Tannengrün, bunten Bändern und großen Glocken. Zudem tragen viele Kühe Kreuze für den Schutz des Himmels und Spiegel zur Abwehr des Bösen.
Neben dem Almabtrieb in Tannheim kehren an unterschiedlichen Tagen noch weitere Kühe zurück ins Tal, zum Beispiel in Schattwald, Jungholz, Nesselwängle und Haldensee statt.
Almabtrieb im Tannheimer Tal: Kuhle Heimkehrer
Geschmückte Kuh beim Almabtrieb (Foto: Tourismusverband Tannheimer Tal)
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