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Aarhus: Kunst-Genuss und Lebensfreude

Jütlands Metropole ist mehr als nur Kopenhagens kleine Schwester

Inmitten von verwinkelten Gassen ragt der Dom hervor (Foto: Poul Erik Ostergaard/www.visitdenmark.com)

Längst duckt sich Aarhus nicht mehr in den Schatten von Kopenhagen. Inzwischen kommen die Hauptstädter nur zu gern in die jütländische Metropole, die sie früher gern als kleine Schwester vom Lande verspottet haben.

Im Herzen der Altstadt Aarhus hocken die Dänen, die sich selber glücklicher einschätzen als alle anderen Europäer, vor ihren Bistros und Jazzkneipen. Es sind, laut Toursiteninformation, vor allem junge Leute, Studenten, die das Leben in Dänemarks zweitgrößter und vermutlich ältester Stadt prägen. Eine kompakte Stadt ist Aarhus, kaum hundert Quadratmeter groß, knapp 300.000 Einwohner, davon allein 40.000 Studierende an der Universität und den diversen Hochschulen.

Zum Beispiel im Latiner Viertel. Das Gewirr der kleinen Gassen nördlich von Großem und Kleinem Mark ist benannt nach der Lateinschule, die hier einmal stand.  Das ehemalige Rotlichtviertel wäre vor 50 Jahren beinahe abgerissen worden, präsentiert sich heute aber in neuem Gewand.

Die Altstadt bietet Blick auf den Dom St. Clemens, Europas nördlichste Backsteinkirche. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1201 zurück. Allein das Kirchenschiff ist über 90 Meter lang. Aus dem Altarraum lässt sich die Loge für Königin und Prinzgemahl entdecken.  

Vom Aaboulevarden entlang, sind es vom Dom nur ein paar Minuten bis in die Gasse Möllestien, wo sich Stockrosen und Malven wie in den dänischen Dörfern die Hauswand empor ranken. Kleine Leute haben hier früher gewohnt, Arbeiter und Handwerker. Heute ist es ein schickes Viertel, wo sich fast nur noch Architekten, Ärzte und etablierte Künstler die Mieten leisten können.

Nach ein paar Minuten zu Fuß hat man das neue Kunstmuseum erreicht. Es ist nach der alten Wikingersiedlung Aros benannt und zeigt eine Kunstausstellung auf zehn Etagen.  

Das Freilichtmuseum Gamle By wurde 1914 als weltweit erstes Museum für Stadtkultur mit damals drei Häusern eröffnet. Beim Kaufmann, in der Bäckerei, beim Eisenkrämer, in der gutbürgerlichen Küche, kann man den Alltag der Vergangenheit erleben.

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