Wo immer man im Dezember auf der grünen Insel unterwegs ist, liegt der nächste Weihnachtsmarkt nicht weit. Quietschbunt dürfen sie sein und sollen Kinder glücklich machen. Irisches Kunsthandwerk schmückt die Stände und typische Yuletide Naschereien sind heiße Schokolade mit Bailey‘s, mit Brandy getränkter Früchtekuchen und würziges Rindfleisch mit Zucker und Beeren.
Vorweihnachtszeit in Irland bedeutet einfach eine langsamere Gangart. Man feiert im Voraus, die Städte und Ortschaften sind überreich dekoriert und glitzern. Carol Singers sind allerorten unterwegs und die traditionellen Pubs duften nach Torffeuer und Irish Whiskey Punch.
Der Hintergrund für all den Glanz und Glimmer und das Vibrato in Pubs und Restaurants ist nicht nur die irische Lust am Feiern. Zu Weihnachten kommen auch die in alle Welt ausgewanderten irischen Verwandten nach Hause und der Heilige Abend gehört ganz der Familie.
Am 25. Dezember geht man überall auf der Insel zum Christmas Swim. Der berühmteste findet seit Generationen am Forty Foot Strand in Glenageary bei Dun Laoghaire südlich von Dublin statt. Wer hier auch nur für einen Moment ins eiskalte Wasser taucht, wird glühend bejubelt und sofort mit heißem Tee versorgt. Und noch einen anderen Brauch teilen die Iren während der Feiertage. Sie pilgern auf die Pferderennplätze wie Down Royal, Limerick oder Leopardstown und wetten auf viel Glück im Neuen Jahr.