Die Südspitze des afrikanischen Kontinents ist ein Traumziel, ganz gleich ob man sie nun mit Jugendlichen bereist oder mit kleineren Kindern. Aber Südafrika ist auch, trotz seiner starken europäischen Prägung, eben keine „afrikanische Verlängerung Europas“, sondern in wirklich jeder Hinsicht ein gänzlich anderes Land. Und damit der Urlaub dort wirklich perfekt wird, muss man sich umso intensiver darauf vorbereiten. Wir zeigen nun, was man dafür tun sollte.
1. Die beste Reisezeit
Gleich der erste Punkt ist vielleicht der wichtigste. Denn Südafrika liegt auf der Südhalbkugel der Erde. Das bedeutet, dass die dortigen Jahreszeiten genau spiegelverkehrt zu unseren liegen. Wenn hier in Deutschland Sommerferien sind, herrscht in Südafrika Spätwinter – der lässt sich zwar absolut nicht mit dem in unseren Gefilden vergleichen, aber es ist eben Winter:
- Frühling: September bis November
- Sommer: Dezember bis Februar
- Herbst: März bis Mai
- Winter Juni bis August
Dann kommt noch hinzu, dass sich das Land <link http: www.kapstadtmagazin.de beste-reisezeit-suedafrika external-link-new-window external link in new>in sechs unterschiedliche Klimazonen aufteilt. Das ist aber auch ein Vorteil. Denn selbst wenn man im deutschen Sommer nach Winter-Südafrika reist, findet sich immer ein warmes Plätzchen, <link http: www.wetter-suedafrika.de tiefste-temperaturen external-link-new-window external link in new>vor allem wenn man an den Küsten bleibt. Im Landesinneren kann es im Winter auch schon mal unter die Zehn-Grad-Marke gehen. Es ist eben ein Irrglaube, dass es in Südafrika ganzjährig heiß wäre. Umgelegt auf die Breitengrade der Nordhalbkugel, liegt Kapstadt zwar auf der Höhe Tunesiens – jedoch ist es im nordafrikanischen Land zu jeder Jahreszeit deutlich heißer.
Doch was ist denn nun die ideale Reisezeit? Sagen wir es so: Südafrikas Sommer bieten sich natürlich an, um dem mitteleuropäischen Schmuddel-Winterwetter zu entfliehen. Doch dann herrscht am Kap auch Hochsaison und viele touristische Attraktionen sind überlaufen. Gerade für Familien mit kleinen Kindern sowie Hitzefühlige sind daher die Zeiten unserer Oster- bzw. Herbstferien am besten geeignet. Aber wie gesagt: Wer auf die hiesigen Sommerferien angewiesen ist, muss auch nicht mit der dicken Jacke anreisen, sofern er an der Küste bleibt.
2. Ich packe meinen Koffer…
Das Klima Südafrikas kann sich je nach Lage und Jahreszeit deutlich unterscheiden. Entsprechend angemessen sollte auch der Inhalt des Koffers sein. Und auch Auswahl die geplanten Aktivitäten. Folgende Kleidungsstücke sollten im Urlaubsgepäck nicht fehlen.
- Gut eingelaufene, mindestens knöchelhohe Wanderstiefel für die ganze Familie.
- Leichte Sneaker für Touren durch die Städte.
- Dünne Regenjacken, weil es gerade in den Sommermonaten immer wieder zu schweren Platzregen kommen kann.
- Robuste Hosen mit langen Beinen (insbesondere, wenn Safaris auf dem Programm stehen).
- Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz.
- Warme Fleece-Überzieher, denn nachts kann es stellenweise ziemlich kühl werden.
- Dünne, helle Longsleeves (T-Shirts mit langen Ärmeln) für die Kids, um sie vor der Sonneneinstrahlung zu schützen.
Gut bewährt haben sich auch dünne Schlauchschals (sog. Buffs oder Multifunktionstücher). Denn die lassen sich nicht nur <link https: trekking-marokko.de wp-content uploads anleitung-buff.jpg external-link-new-window external link in new>extrem multifunktionell binden, sondern schützen sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte.
Neben der Kleidung besteht der <link https: ergodirekt.de de ratgeber reise_und_freizeit reiseinformationen-suedafrika.html external-link-new-window external link in new>zentrale Inhalt der Südafrika-Vorbereitung im Pass. Nicht nur, dass jedes Familienmitglied (auch Kinder, ein Eintrag im Elternpass reicht nicht) einen eigenen Reisepass benötigt, sondern die Pässe müssen auch bis mindestens 30 Tage nach Reiseende gültig sein. Zudem sollten noch wenigstens zwei freie Seiten für die notwendigen Stempel übrig sein. Soll am Kap ein Auto gemietet werden, wird zudem ein internationaler Führerschein benötigt. Diesen gibt es bei der Kreisverwaltung zuhause gegen Vorlage des Führerscheins.
Und weil gerade in den Städten die Kriminalitätsrate vergleichsweise hoch (zumindest höher als in Deutschland) ist, sollte auch je ein Brustbeutel nicht fehlen, um gegen Taschendiebe und Blitz-Überfälle gewappnet zu sein.
3. Zum Doc?
Viele Südafrika-Berater liefern widersprüchliche Angaben zu den Impfungen. Eigentlich ist die Sache jedoch ziemlich klar: Wirklich auffrischen lassen sollte man nur <link http: www.mhzh.de standardimpfungen-ueberblick.20803.0.html external-link-new-window external link in new>die empfohlenen Standards, also Tetanus, Diphtherie usw. Zusätzliche Impfungen gegen Hepatitis-A, Tollwut und Typhus sind empfehlenswert, sollten aber mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Ein letzter Punkt ist Gelbfieber. Zwar verlangt Südafrika einen Nachweis über diese Impfung nur dann, wenn man direkt aus einem <link http: tropeninstitut.de impfungen-a-z alle-impfungen gelbfieber external-link-new-window external link in new>der sogenannten Gelbfieber-Länder einreist. Aber weil es auch am Kap Einwanderung aus diesen Ländern gibt, besteht natürlich auch dort ein (wenngleich geringes) Ansteckungsrisiko, sodass man diesen Schutz gleich „mitnehmen“ sollte.
4. Für den Flug
Vor allem viele Erstreisende unterschätzen, wie anstrengend ein Langstreckenflug nach Südafrika sein kann. Dabei muss man sich klarmachen, dass man den gesamten afrikanischen Kontinent von Nord nach Süd überfliegt. Schon nach Johannesburg sitzt man mindestens zehn Stunden im Flieger. Geht die Reise nach Port Elisabeth, werden daraus auch leicht 13 Stunden – sofern es ein Nonstop-Flug ist.
Und genau dieses „Nonstop“ ist, sofern man mit Kids bis etwa zum Ende des Grundschulalters reist, ein zentraler Knackpunkt: Mit Teens oder Erwachsenen würde man nach Möglichkeit einen Nonstopflug wählen. Mit kleineren Kindern sollte man jedoch besser die Reise mit einer Zwischenlandung planen, damit stundeslanges Stillsitzen im Flieger vermieden wird, was auch für die Erwachsenen sehr anstrengend werden kann. Daraus ergibt sich für den Südafrika-Flug <link https: www.weltwunderer.de den-langstreckenflug-mit-kindern-ueberleben-unsere-wichtigsten-tipps external-link-new-window external link in new>folgender „Schlachtplan“:
- Der Flug sollte tagsüber in Deutschland starten, damit einerseits die Kids ausschlafen, andererseits aber auch im Flugzeug wieder ein Nickerchen machen können.
- Auch für sehr kleine Kinder immer einen eigenen Sitz buchen, denn es ist unglaublich anstrengend, ein Kleinkind während eines gesamten Transafrika-Fluges auf dem Schoß zu halten.
- Bei der Sitzplatzreservierung darauf achten, dass die Plätze am Anfang oder Ende eines „Sitzblocks“ sowie in Toilettennähe liegen. Dann können die Kinder auch mal aufstehen und sich bewegen oder auf dem Boden spielen, ohne dass sie stören.
- Vor und während des Fluges darauf achten, dass die Kinder mehr Flüssigkeit zu sich nehmen als zuhause üblich – am besten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte, jedoch ohne Kohlensäure. <link http: www.businessinsider.de arzt-erklaert-warum-ihr-im-flugzeug-keine-cola-trinken-solltet-2017-4 external-link-new-window external link in new>Hintergrund: Die Druckbelüftung im Flieger. Selbst diese kann auf Reiseflughöhe (10-12 km) nur den Druck von ca. 3 km Höhe simulieren. Dadurch dehnen sich Gase (Kohlensäure) im Verdauungstrakt aus und können dem Kind schlimmstenfalls Bauchweh bereiten. Zudem ist die Luft im Flieger extrem trocken, sodass man trotz normaler Trinkmengen schnell austrocknet – samt kratzigem Hals und trockener Nase.
- Der Flug ist keine Modenschau. Sowohl für die Kinder als auch für die Eltern empfiehlt sich bequeme Kleidung wie lockere Shirts, Kapuzenpullis (toll zum Schlafen) und Trainingshosen. Gerade in der Economy-Class sind die Umstände auch schon ohne einschnürende Kleidung unbequem genug.
Die meisten Airlines verfügen heute besonders auf Langstreckenflügen über Multimedia-Bildschirme an jedem Sitzplatz. Damit haben auch die Kids Zugriff auf dutzende kindergerechte Filme und Serien sowie auch auf das eine oder andere Spiel. Wer hier clever timt, kann die Kinder – neben Bücher lesen und eigenem Spielzeug – auch mit Spielen und Zeichentrickfilmen permanent beschäftigen.
Fazit
Südafrika ist wunderbar, aber eben auch ganz anders und ganz weit weg. Deshalb sollte man die Reiseplanung nicht nur auf das eigentliche Ziel und die dortigen Aktivitäten lenken, sondern auch das Drumherum beachten. Wer sich an die genannten Tipps hält, wird von Abflug bis Passkontrolle Deutschland einen perfekten Südafrika-Urlaub erleben.
Langstreckenflug mit Kindern: gut vorbereitet in den Urlaub starten (Foto: NicoElNino / Fotolia.com)