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Jugendstil zum Anfassen: Warum sich eine Reise nach Nancy lohnt

Villen, Museen und Spaziergänge zeigen, wie modern Frankreich um 1900 wirklich war

Wer durch Nancy spaziert, bewegt sich durch ein offenes Geschichtsbuch aus Stein, Glas und geschwungenen Linien. Kaum eine andere französische Stadt präsentiert den Jugendstil so dicht, so selbstverständlich und so alltagsnah. 2026 bietet zahlreiche Anlässe, diese Epoche nicht nur zu betrachten, sondern regelrecht zu erleben.

Der Einstieg gelingt im Stadtzentrum. Vom Bahnhof aus führen markierte Wege durch die Alt- und Neustadt zu Fassaden, Glasdächern und ehemaligen Banken, in denen sich florale Ornamente und industrielle Eleganz verbinden. Besonders eindrucksvoll ist das große Glasdach des ehemaligen Crédit Lyonnais. Es ist ein Schlüsselwerk des Jugendstils, das Technik und Kunst miteinander verschmilzt.

Ein Höhepunkt jeder Entdeckungstour ist die Villa Majorelle. Das Wohnhaus des Kunsttischlers Louis Majorelle gilt als Inbegriff des Jugendstils. Die Möbel, Glasarbeiten und Schmiedeelemente stammen aus den Werkstätten der Bewegung selbst. Das Haus zeigt, wie modern Wohnen um 1900 gedacht war. Es ist funktional, lichtdurchflutet und zugleich reich dekoriert.

Tiefe Einblicke bietet auch das Musée de l’École de Nancy. Es ist weltweit das einzige Museum, das sich ausschließlich dem Jugendstil widmet. Rekonstruierte Interieurs, Glasarbeiten von Émile Gallé und ein frei zugänglicher Garten verdeutlichen die enge Verbindung von Natur, Handwerk und Kunst. Ab 2026 ergänzt eine große Ausstellung zu Émile Gallé das Angebot. Sie beleuchtet sein Schaffen zwischen Poesie, Botanik und Innovation.

Der Jugendstil in Nancy endet jedoch nicht im Museum. Entlang ruhiger Wohnstraßen rund um den Parc Sainte-Marie oder im Viertel Saurupt stehen Villen, die den Übergang vom Jugendstil zum Art déco zeigen. Spaziergänge werden hier zu Zeitreisen, bei denen die Architektur Geschichten erzählt.

Auch das zeitgenössische Handwerk knüpft an diese Tradition an. In Ateliers, im Arty-Shop des Tourismusbüros oder in der Cité du Faire entstehen Glasobjekte, Keramik und Designerstücke. Sie schlagen eine Brücke von der historischen Bewegung zur Gegenwart.

Nancy präsentiert den Jugendstil nicht museal. Die Stadt macht ihn erlebbar. Für Reisende bedeutet das: Sehen, verstehen und entdecken. In einem Tempo, das Raum für Details lässt.

Weitere Informationen bei Nancy Tourisme


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